Wissenswertes
Hier erfahrt ihr alles über meine Hobby-Imkerei, das fleißige Bienenleben und die Erklärung, warum Qualitätshonig seinen Preis hat. Solltet ihr Fragen haben, könnt ihr sie gerne über mein Kontaktformular erreichen.
Versandinformationen und Lieferzeiten
Die Hobby-Imkerei Bienchen ist ein reines Hobbyprojekt. Hinter jeder Bestellung stehen die sorgfältige Handarbeit des Verpackens sowie der zeitliche Aufwand, den ich neben der Schule, der Bienenpflege und der Teilnahme an Märkten manage.
Ihre Bestellung wird erst nach Zahlungseingang final bearbeitet. Da ich jede Sendung mit großer Sorgfalt vorbereite, kann die Bearbeitung etwas Zeit in Anspruch nehmen. (Maximal 12 Werktage bis zum Versand, dann noch zzgl. 3-5 Werktage Versand)
Warum Honig seinen Preis hat.
1. Qualität und Gesundheit: Der große Unterschied zum Supermarkt Der Preis für echten Honig erklärt sich durch die überlegene Qualität. Achtet darauf, euren Honig immer beim Imker zu kaufen! Im Gegensatz zum Industriehonig (oft gepanscht und nur ein Zuckersirup) steigt der Blutzucker bei unserem naturbelassenen Produkt langsamer und gleichmäßiger. Echter Honig ist in seiner Komplexität die gesündere Wahl.
2. Die hohe Investition in das Hobby Diese Qualität hat ihren Preis, denn in das Imker-Hobby muss laufend investiert werden. Dazu gehören hohe Anschaffungskosten für die Beuten (die Häuser der Bienen), die Honigschleuder und das gesamte Zubehör. Hinzu kommen die Kosten für die Verpackung: Wachs, Gläser, Etiketten und Abfüllbehälter.
3. Kosten für Bienengesundheit und Zubehör Weitere Investitionen sind für die Sicherheit und Gesundheit der Bienen erforderlich, wie beispielsweise Behandlungsmittel, Bienenfutter und wichtige Gesundheitskontrollen (wie die Faulbrutkontrolle). Auch kleinere Zubehörteile wie Stockmeißel oder Smoker sind teuer.
4. Fazit: Ein Hobby-Projekt ohne Gewinn Da ich meine Imkerei aus reiner Leidenschaft als Hobby ohne Gewerbeanmeldung betreibe, bezahlt ihr mit dem Kauf lediglich die notwendigen Material- und Investitionskosten. Mein gesamtes Projekt läuft ungefähr bei Plus/Minus Null – ich mache damit keinen Gewinn, sondern ermögliche nur die Fortführung dieses aufwendigen Hobbys.
Wie Bienen leben.
1. Ein Zuhause in idealer Umgebung Meine Bienen leben in einer Umgebung, die sie lieben: sehr ländlich, auf einem alten Biohof und geschützt zwischen einem Wald und einem Treckermuseum. Doch das wahrlich Faszinierende spielt sich im Bienenstock ab, denn das Bienenvolk ist ein lebender Superorganismus.
2. Das perfekt strukturierte System Wenn ihr euch das Leben der Bienen genauer anschaut, werdet ihr feststellen, dass es ein unglaublich sensibles und perfektes System ist – besser strukturiert als manche menschlichen Haushalte! Es geht mir bei der Imkerei nicht nur um den Honig, sondern vor allem um dieses interessante, hochkomplexe Leben.
3. Die Rollen im Staat In diesem Staat ist jede Biene unverzichtbar. Es gibt die Königin, die für den Nachwuchs sorgt, die Drohnen (männliche Bienen) und die vielen Arbeiterinnen. Letztere übernehmen über ihr kurzes Leben hinweg unterschiedliche Aufgaben: Sie sind Wächterbienen am Eingang, kümmern sich um die Fütterung der Larven oder werden zu Sammlerinnen, die das Futter eintragen.
Wie lange Bienen für ein Glas Honig benötigen.
1. Die Leistung der einzelnen Biene Die Zahlen sind beeindruckend: Eine einzelne Sommerbiene lebt nur etwa vier bis sechs Wochen, ist in dieser Zeit aber extrem fleißig. In ihrem gesamten kurzen Leben produziert eine Arbeiterbiene dabei nur etwa einen halben bis ganzen Teelöffel fertigen Honig.
2. Die unglaubliche Distanz Um ein großes Glas Honig (500g) zu füllen, müsste das Bienenvolk zusammengerechnet eine Flugstrecke von bis zu zwei bis zweieinhalb Mal um die Erde zurücklegen – das sind bis zu 100.000 Kilometer! Für euer 250g-Glas ist es entsprechend die Hälfte dieser unfassbaren Strecke.
3. Eine Gemeinschaftsleistung Ihr habt damit nicht nur ein Naturprodukt in der Hand, sondern das Ergebnis einer immensen Gemeinschaftsleistung. Jedes Gramm Honig ist ein Wunder der Natur, das von Tausenden Bienen über unzählige Kilometer erarbeitet wurde.
Diese Eigenschaften machen Imkerhonig so gesund.
1. Ein Konzentrat aus der Natur Echter Imkerhonig ist ein komplexes Naturprodukt, das durch die Arbeit der Bienen mit einer Fülle an wertvollen Substanzen angereichert wird. Diese natürlichen Inhaltsstoffe machen den Honig zu einem besonderen Lebensmittel.
2. Die aktiven Komponenten Die natürliche Wirkung des Honigs beruht auf diesen drei Säulen:
Enzyme: Diese von den Bienen zugefügten Stoffe unterstützen natürliche Prozesse im Körper und die langsame Verstoffwechselung des Zuckers.
GOX-Aktivität (Natürlicher Schutz): Das Enzym Glucose-Oxidase sorgt für eine natürliche antibakterielle Aktivität, die seit Jahrhunderten bekannt ist.
Antioxidantien: Honig enthält wichtige Pflanzenstoffe, die als natürliche Antioxidantien bekannt sind.
3. Eine wertvolle Ergänzung Ihr könnt euren Honig also nicht nur genießen, sondern profitiert auch von diesen natürlichen Inhaltsstoffen, die ihn zu einer wertvollen Ergänzung eurer Ernährung machen.
Die Winterbiene lebt bis zu 30 Mal länger als die Sommerbiene.
Der Lebenszyklus der Bienen ist faszinierend: Eine Sommerbiene, die im Hochbetrieb sammelt, lebt meist nur vier bis sechs Wochen. Im Gegensatz dazu kann die Winterbiene bis zu sechs Monate alt werden! Dieser immense Unterschied ist biologisch festgelegt: Die Winterbienen werden mit höheren Reserven geboren und haben keine anstrengende Sammeltätigkeit. Ihre einzige und entscheidende Aufgabe ist es, in der Wintertraube die Wärme zu halten und das Bienenvolk über die kalte Zeit zu bringen. Erst im Frühjahr sterben sie, nachdem sie die ersten neuen Sommerbienen aufgezogen haben, die dann wieder mit der Honigproduktion beginnen.
Kristallisation ist ein Zeichen für die Qualität und Naturbelassenheit des Honigs.
Wenn euer Honig fest wird (Kristallisiert), ist das kein Qualitätsmangel, sondern das beste Zeichen dafür, dass ihr ein unbehandeltes Naturprodukt gekauft habt! Die Kristallisation ist ein völlig natürlicher Prozess, der durch den natürlichen Zuckergehalt früher oder später eintritt. Auch wenn der Honig – so wie aktuell bei mir ein grobkristallisierter Honig – eine etwas gröbere Struktur aufweist, ist das kein Problem. Die Qualität leidet darunter niemals. Um den Honig wieder cremig oder flüssig zu machen, gibt es eine einfache Regel: Ihr könnt ihn entweder gut durchrühren oder ihn nur leicht erwärmen, wobei die Temperatur von $30^\circ\text{C}$ nicht überschritten werden darf, da sonst wertvolle Enzyme zerstört werden. So bleibt die natürliche Konsistenz erhalten.
Die Biene sichert den Großteil unserer Nahrungsgrundlage.
1. Die stille Leistung Bienen leisten eine Arbeit, die oft übersehen wird, aber für uns lebenswichtig ist: die Bestäubung. Rund 80 Prozent aller Kultur- und Wildpflanzen in unseren Breitengraden sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen – allen voran die Biene.
2. Was ohne sie fehlen würde Ohne diese stille Leistung würden viele eurer Lieblingsobst- und Gemüsesorten, von Äpfeln über Beeren bis hin zu Kürbissen und Nüssen, drastisch im Ertrag sinken oder komplett verschwinden. Die Biene ist daher nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier überhaupt, gemessen an ihrem wirtschaftlichen Nutzen für die Landwirtschaft.
3. Eine lebenswichtige Unterstützung Wenn ihr Imkerhonig kauft, unterstützt ihr nicht nur mein Hobby, sondern leistet einen direkten Beitrag zum Erhalt dieser lebenswichtigen Bestäubungsleistung in unserer Region.
Bienen sind keine Wespen: Der Unterschied und das Stichverhalten.
1. Die entscheidenden Unterschiede Viele verwechseln Bienen und Wespen, aber sie sind leicht zu unterscheiden: Bienen sind pelziger und haben eine eher gedrungene Gestalt, da sie Pollen sammeln. Wespen sind schlanker, glänzender und haben die typische „Wespentaille“. Wespen sind Allesfresser, die von eurem Essen angezogen werden, Bienen hingegen sind friedliche Vegetarier, die nur Blüten anfliegen.
2. Der Stich aus Notwehr Wespen können mehrmals stechen und sind oft aggressiver. Eure Bienen hingegen stechen ausschließlich zur Verteidigung des Volkes oder bei akuter Gefahr. Das Stechen ist für die Biene eine tödliche Handlung, da sie ihren Stachel und Teile des Körpers verliert – sie tun es nur in äußerster Notwehr.
3. Beide sind wichtig Obwohl Bienen die Hauptbestäuber sind, spielen auch Wespen eine Rolle in der Natur (sie bestäuben und sind Nützlinge). Merkt euch aber: Die Biene ist ein friedliches, fleißiges Nutztier.
